Mein Aufbruch nach Afrika |
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| Die Missionsleitung hatte bestimmt, daß die Missionare in Afrika sich nicht persönlich mit Landwirtschaft befassen dürften. Missionar Fuls hatte einen großen landwirtschaftlichen Betrieb in Afrika. Nun schrieb Fuls an Wilhelm Behrens, meinen Vetter, der im Missionshaus ausgebildet wurde, er möchte doch einen jungen Mann mit herausbringen, der seine Landwirtschaft in Afrika betreiben sollte. Der junge Mann sollte jährlich 15 Pfund Sterling, Arbeitszeug und Essen haben. Wilhelm Behrens wandte sich nun an mich in Uelzen, ob ich mit ihm nach Afrika wolle. Ich hatte schon lange Lust dazu, aber mein Lehrmeister Behne wollte mich nicht gehen lassen. Schließlich gab er doch seine Einwilligung, indem er sagte: "Na, dann geh nach Afrika, dort fliegen dir die gebratenen Tauben in den Mund." Damit war diese Frage erledigt. Und nun konnte die Reise nach Afrika vor sich gehen. Am 10. Juni 1880 fuhr ich von Hermannsburg mit 34 Reisegefährten
nach Hamburg. Von dort ging die Fahrt nach Southampton, wo wir das englische
Schiff "Arab" bestiegen. Als wir an der Südküste entlang fuhren, sahen wir die ersten
Löwen. Wir zählten fünfzehn bis zwanzig Stück. Wie
sicher waren wir doch auf dem Schiff! Ja, hier konnten die Löwen
doch nicht herkommen! Wie viele Kaffern die wohl schon aufgefressen
hatten! Wie die wohl nahebei aussehen! Einer der Reisenden kam dann
mit einem Fernrohr, um sich die Löwen besser zu besehen. Aber wie
staunte er, daß diese Löwen Hörner hatten. Ja, das waren
keine Löwen, das waren ganz friedliche Rinder! Also solche Tiere
wie in der Lüneburger Heide gab es in Afrika auch. Afrika ist doch
ein merkwürdiges Land! |
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| Kinderjahre |